| Akkulaufzeit im Smartwatch-Modus (Herstellerangabe) | 28/100 | Skala 1–36 Tage, mehr ist besser | Das ist die Spalte, für die man in dieser Klasse überhaupt bezahlt. Eine Uhr, die auf einer mehrtägigen Tour zwischendurch geladen werden muss, verlangt genau das mit, wofür man sie gekauft hat: ein Ladekabel und eine Steckdose. Die Spanne im Feld stammt durchweg aus den Datenblättern: Garmin nennt für die Enduro 3 und COROS für die VERTIX 2S je 36 Tage, Amazfit 30 Tage für die T-Rex Ultra 2, Garmin für die Instinct 3 Solar 28 Tage, Amazfit 27 Tage für die T-Rex 3 bei typischer Nutzung, COROS 24 Tage für die APEX 4, Suunto 20 Tage für die Vertical 2 und 18 für die Race 2, Garmin 16 Tage für die fēnix 9, Polar 10 Tage, Huawei 4,5 Tage im Standardmodus bei Kopplung mit einem Android-Handy. Die beiden Solar-Modelle von Garmin nennen mit Solarladung deutlich mehr — gemessen bei drei Stunden täglich im Freien bei 50.000 Lux, also bei praller Sonne; wir werten die Angabe ohne Solar. Zwei Geräte tragen hier k. A.: Apple beziffert die Laufzeit der Ultra 4 mit bis zu 50 Std. bei normaler Nutzung, Samsung die Ultra2 mit bis zu 80 Stunden bei ausgeschaltetem Always-on-Display. Wir rechnen nicht um. Anders als sonst gehen diese beiden Lücken aber NICHT neutral mit 5,0 Punkten ein, sondern mit 1,0: Wer seine Laufzeit in Stunden angibt, sagt damit etwas aus, und ein neutraler Mittelwert würde diese Geräte in genau der Spalte besserstellen, in der sie hinter dem Feld liegen. Der Abzug ist bewusst gesetzt und steht hier, statt still zu wirken. |
|---|
| Wasserschutz und Tauchnorm (Herstellerangabe) | 18/100 | 20 ATM + IP68 + IP69, Tauchen bis 150 m = 10 · 100 m nach ISO 22810:2010, IP6X, EN13319 Sporttauchen bis 40 m = 9 · 10 ATM + IP69K, EN13319, Tauchen bis 40 m = 9 · 10 ATM, EN13319 und ISO 6425, Freitauchen bis 147 Fuß = 9 · 10 ATM, Sporttauchen bis 40 m = 9 · 100 m = 6 · WR100 = 6 · 10 ATM, laut Hersteller nicht zum Tauchen = 5 · 10 ATM = 6 · 5 ATM, laut Hersteller nicht zum Tauchen = 4 · 10 ATM, EN13319 und ISO 6425, Freitauchen bis 45 m und Sporttauchen = 9 Punkte | Hier trennt sich das Feld an einer Frage: Weist der Hersteller eine Tauchnorm oder einen Tauchmodus aus, oder nur eine Druckklasse? Eine Angabe wie 10 ATM beschreibt einen Labordruck nach ISO 22810 und sagt nichts darüber, ob das Gerät als Tauchinstrument geprüft wurde. Fünf Uhren im Feld nennen mehr: Apple die EN13319 für Sporttauchen bis 40 m, Samsung dieselbe Norm für 40 m, Amazfit EN13319 zusammen mit ISO 6425 für die T-Rex 3 (Freitauchen bis 147 Fuß) und für die T-Rex Ultra 2 (Freitauchen bis 45 m und Sporttauchen), und Garmin führt für die fēnix 9 einen Tauchcomputer mit maximaler Tauchtiefe 40 Meter. Huawei geht mit 20 ATM plus IP68 und IP69 und einer erklärten Tauchtiefe von 150 Metern am weitesten. Polar und Suunto nennen 100 m beziehungsweise WR100, Garmin für die Enduro 3 10 ATM — jeweils ohne Tauchnorm. COROS (VERTIX 2S mit 10 ATM, APEX 4 sogar nur mit 5 ATM) und Garmin für die Instinct 3 Solar schreiben ausdrücklich dazu, die Uhr sei nicht zum Tauchen geeignet. Eine Meterangabe ist ein Prüfdruck, keine Tauchtiefe. |
|---|
| Karten auf der Uhr (Herstellerangabe) | 18/100 | topografische Karten auf der Uhr = 10 · Offline-Karten auf der Uhr, Topografie nicht ausgewiesen = 6 · Offline-Karten auf der Uhr, topografische Karten nur für die USA = 4 · keine Karten auf der Uhr genannt, nur Routenführung per GPX = 1 · keine Karten auf der Uhr genannt = 1 Punkte | Der praktische Unterschied zwischen einer Sportuhr und einer Outdoor-Uhr steckt in dieser Zeile. Eine gespeicherte Route zeigt Dir eine Linie; eine Karte im Gerät zeigt Dir, was neben der Linie liegt — der Weg, der abzweigt, der Grat, das Tal, in das Du absteigen kannst, wenn das Wetter kippt. Und sie tut das ohne Mobilfunk. Neun Uhren im Feld nennen dafür topografische Karten: Garmin TopoActive-Karten aus der ganzen Welt für fēnix 9 und Enduro 3, Polar Basiskarten mit Höhenlinien, Amazfit topografische Konturenkarten (T-Rex 3) beziehungsweise Höhenlinienkarten (T-Rex Ultra 2), COROS für VERTIX 2S und APEX 4 eine Kartenebene mit topografischen Karten und Suunto für Race 2 und Vertical 2 Gelände- und Satellitenkarten mit 32 GB Kartenspeicher. Huawei nennt farbige Offline-Karten, aber keine Topografie. Apple nennt topografische Karten laut eigener Ausstattungsliste nur für National- und Regionalparks in den USA. Samsung nennt für die Galaxy Watch Ultra2 Routenführung über importierte GPX-Dateien, Garmin für die Instinct 3 Solar gar keine Karten auf der Uhr, sondern Punkt-zu-Punkt-Navigation. Bei einem Merkmal, mit dem jeder wirbt, der es hat, ist Schweigen die Aussage. |
|---|
| Handy-Bindung (Systemvoraussetzung) | 12/100 | nur iPhone (iOS) = 2 · nur Android = 4 · iOS und Android = 10 Punkte | Auch in dieser Klasse ist das die einzige Eigenschaft, die man nach dem Kauf nicht mehr ändern kann. Apple nennt für die Watch Ultra 4 als Kompatibilität ausschließlich ein iPhone 11 oder neuer mit iOS 27 oder neuer, Samsung für die Galaxy Watch Ultra2 ausschließlich ein Smartphone mit Android 13.0 oder höher. Alle übrigen Hersteller nennen beide Systeme: Garmin führt in den technischen Daten iPhone und Android, Huawei Android 9.0 und iOS 13.0, Polar für die Flow-App iOS 17 und Android 8, Amazfit Android 7.0 und iOS 14.0, Suunto die App für iOS und Android, COROS auf seiner Hilfeseite iOS 13 und Android 5.0 für alle COROS-Geräte. Weniger Gewicht als bei den Alltagsuhren hat diese Spalte trotzdem, weil eine Outdoor-Uhr ihre Kernaufgabe — aufzeichnen, navigieren, durchhalten — ohne Telefon erledigt. |
|---|
| Gewicht ohne Armband (Herstellerangabe) | 12/100 | Skala 50–85 g, weniger ist besser | Eine Uhr, die tage- und nächtelang am Handgelenk bleibt, spürt man vor allem über das Gewicht, und zwischen dem leichtesten und dem schwersten Gehäuse in diesem Feld liegen 27,5 Gramm. Die Spalte ist nur mit Vorsicht zu lesen, denn die Hersteller messen unterschiedlich. Wir nehmen ausschließlich den Wert OHNE Armband, wo der Hersteller ihn ausweist: Garmin 53 g für das Gehäuse der fēnix 9 und 57 g für das der Enduro 3, Polar 57 g, Samsung 61,5 g, Apple 63,0 g, Amazfit 68,3 g, Huawei ca. 80,5 g. Sechs Uhren bleiben bei k. A.: Suunto nennt für Race 2 und Vertical 2 nur ein Gewicht ohne Angabe, worauf es sich bezieht, Garmin für die Instinct 3 Solar ebenso, COROS für VERTIX 2S und APEX 4 nur Werte mit Armband und Amazfit für die T-Rex Ultra 2 nur einen Wert mit Gurt. Sie gehen neutral in die Rechnung ein, statt einen Wert mit Armband gegen Werte ohne Armband zu stellen. |
|---|
| Zweifrequenz-GNSS (L1 + L5) | 8/100 | Ja = 10 Punkte, Nein = 0 Punkte | Zweifrequenz-Empfang entscheidet im Wald, in engen Tälern und zwischen Felswänden über brauchbare oder zappelnde Strecken, weil sich reflektierte Signale mit einem zweiten Frequenzband aussortieren lassen. Genau deshalb steht es hier — und genau deshalb bekommt es nur acht Punkte Gewicht: In dieser Klasse haben es alle dreizehn Uhren, jede mit eigener Formulierung im Datenblatt. Eine Spalte, in der alle Geräte dasselbe können, trennt nichts und darf die Rangfolge nicht bestimmen. Sie steht trotzdem in der Tabelle, weil sie beim Blick über den Tellerrand zählt: Im Alltagsfeld nennen nur acht von vierzehn Uhren ein zweites Band. Und Vorsicht bei der Werbung: Eine lange Liste von Satellitensystemen ist kein Ersatz für ein zweites Frequenzband. |
|---|
| EKG-Funktion (Herstellerangabe) | 4/100 | Ja = 10 Punkte, Nein = 0 Punkte | Acht der dreizehn Uhren führen in der Sensor- oder Funktionsliste eine EKG-Funktion auf: Apple, Samsung, Huawei, Polar, COROS für VERTIX 2S und APEX 4 sowie Garmin für fēnix 9 und Enduro 3. Suunto, Amazfit und Garmin für die Instinct 3 Solar nennen keine. Wir werten ausschließlich, ob der Hersteller das Merkmal ausweist — über Genauigkeit oder Nutzen machen wir keine Aussage. Das Gewicht ist bewusst niedrig: In einer Outdoor-Kategorie kauft man Laufzeit, Karten und Robustheit, nicht Herzdiagnostik. Wer ein Gerät aus medizinischen Gründen sucht, klärt das mit einer Ärztin oder einem Arzt und nicht mit einer Vergleichstabelle. |
|---|
| Displaygröße | 0/100 | Skala 1,2–1,6 Zoll, mehr ist besser | Die Bildschirmdiagonale entscheidet, wie viel von einer Karte auf eine Ansicht passt. Trotzdem steht diese Spalte mit Gewicht 0 da. Erstens trennt sie kaum: Fast alle Uhren liegen zwischen 1,39 und 1,5 Zoll. Zweitens ist größer hier ein Tausch: Ein größeres Display sitzt in einem größeren Gehäuse, wiegt mehr und zieht mehr Strom. Eine Rangfolge nach Zoll würde genau das belohnen, was in den beiden wichtigsten Spalten dieser Tabelle bestraft wird. Zwei Lücken: Apple nennt für die Ultra 4 nur die Anzeigefläche (1.245 mm²), Garmin für die Instinct 3 Solar nur die Kantenlänge des quadratischen Displays (0,9 × 0,9 Zoll). Wir rechnen nicht um. |
|---|