Vergleichsatlas

Smart Ring kaufen: Abo, Akku, Größe — und was ein Ring wirklich misst

Ratgeber · zuletzt geprüft am · Lesezeit rund 7 Minuten

Ein Smart Ring misst am Finger, was sonst eine Smartwatch erfasst — vor allem nachts, weil er beim Schlafen kaum stört. Die Ringe sehen sich ähnlich, unterscheiden sich aber stark in drei Punkten, die auf den Produktseiten leicht untergehen: ob ein Abo nötig ist, wie lange der Akku hält und ob ein Ladecase mitkommt.

Kurz gesagt

Beim Smart Ring entscheidet das Abo über die echten Kosten: Nur Oura verlangt für den vollen Funktionsumfang 69,99 Euro im Jahr, alle anderen im Vergleich werben ohne Abo. Danach zählen Akkulaufzeit (4 bis 14 Tage) und ob ein Ladecase mit eigenem Akku dabei ist.

  • Nur Oura verlangt für den vollen Funktionsumfang ein Abo (69,99 € im Jahr). Über zwei Jahre sind das rund 140 € zusätzlich.
  • Die Akkulaufzeit reicht laut Herstellern von 4 bis 14 Tagen und hängt oft von der Ringgröße ab.
  • Ein Ladecase mit eigenem Akku ersetzt auf Reisen das Ladegerät — RingConn und Luna legen es bei, Oura verkauft es extra.
  • Der Samsung Galaxy Ring läuft nur mit Android.
  • Vor dem Kauf ein Größenset bestellen: Die Hersteller haben eigene Größensysteme.
  • Kein Ring im Vergleich ist als Medizinprodukt zugelassen — die Werte sind Orientierung, keine Diagnose.
Schon entschieden? Smart Ringe im Punktevergleich14 Geräte, offengelegte Gewichte, Quelle je Wert — kein Labortest

Was misst ein Smart Ring?

Fast alle Ringe im Vergleich messen mit optischen Sensoren (PPG) die Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität, mit roten und infraroten LEDs die Sauerstoffsättigung, dazu Hauttemperatur und Bewegung. Aus diesen Rohwerten berechnen die Apps Schlafphasen, Erholung und Aktivität.

Zwei Ringe fallen heraus: Der Circular Ring 2 ist der einzige mit EKG — laut Circular „ersetzt“ es „keine Diagnose“. Der Amazfit Helio Ring ist der einzige mit EDA-Sensor, der die Hautleitfähigkeit misst.

Wichtig für die Einordnung: Kein Hersteller im Vergleich nennt für seinen Ring eine Zulassung als Medizinprodukt, mehrere schreiben ausdrücklich, dass er keines ist. Bei gesundheitlichen Fragen ist die Arztpraxis die richtige Adresse, nicht die App.

Welcher Ring welche Sensoren, welchen Akku und welches Abo hat, steht in der Tabelle — zum Smart Ringe-Vergleich →

Die Abo-Frage: was ein Ring über zwei Jahre kostet

Oura verlangt 5,99 € im Monat oder 69,99 € im Jahr. Ohne Mitgliedschaft bleiben Ring und App laut Oura nutzbar, die Funktionen aber „deutlich eingeschränkt“. Welche einzelnen Funktionen fehlen, listet Oura nicht auf.

Ultrahuman verlangt kein Grundabo, verkauft aber zwei Zusatzmodule mit Laufzeit: eine Vorhofflimmer-Erkennung für 49 € im Jahr und „Zyklus & Ovulation Plus“ für 39,99 € im Jahr. Bei Amazfit ist die Abo-Angabe auf der Herstellerseite widersprüchlich.

Kosten über zwei Jahre (errechnet, Stand 24.09.2026)
RingKaufpreisAbo über 2 JahreGesamt
Oura Ring 5429–529 €139,98 €ca. 569–669 €
Oura Ring 4ab 379 €139,98 €ab ca. 519 €
Samsung Galaxy Ring449 €—449 €
RingConn Gen 3369–389 €—369–389 €
RingConn Gen 2 Air209 €—209 €
Ultrahuman Ring AIR379 €optional Moduleab 379 €

Akku und Ladecase

Ein Ring, der nachts misst, wird tagsüber geladen. Je länger der Akku hält, desto seltener fehlt eine Nacht. Die Spanne im Vergleich reicht von bis zu 4 Tagen (Amazfit Helio Ring) bis zu 14 Tagen (RingConn Gen 3). Größere Ringe haben oft größere Akkus — Samsung etwa nennt 5 Tage für die kleinen und 7 Tage für die großen Größen.

Ein Ladecase mit eigenem Akku lädt den Ring unterwegs mehrfach. RingConn (Gen 3, Gen 2) und Luna legen es bei, beim Luna reicht der Case-Akku laut Hersteller für bis zu 30 Tage. Oura verkauft das Ladecase für 109 € extra.

Die richtige Größe finden

Ein Smart Ring muss eng genug sitzen, damit die Sensoren Kontakt zur Haut haben — und locker genug, dass er über das Gelenk geht. Die Hersteller haben dafür eigene Größensysteme, die nicht mit Schmuckgrößen übereinstimmen. Fast alle bieten deshalb ein Größenset mit Probe-Ringen an; bei Blaupunkt wird es laut Hersteller beim Kauf angerechnet.

iPhone oder Android?

Der Samsung Galaxy Ring läuft nur mit Android, einige Funktionen nur mit Samsung-Smartphones. Alle anderen Ringe im Vergleich funktionieren mit iPhone und Android — manche verlangen aber aktuelle Systemversionen, RingConn etwa iOS 17 und Luna iOS 18.

Die häufigsten Fehlkäufe — und was stattdessen hilft

Nur den Kaufpreis vergleichen

Kaufpreis plus Abo über zwei bis drei Jahre rechnen — beim Oura Ring kommen rund 140 € Mitgliedschaft für zwei Jahre dazu.

Ohne Größenset bestellen

Zuerst das Größenset des Herstellers tragen; die Größensysteme unterscheiden sich von Schmuckgrößen und von Hersteller zu Hersteller.

Die Messwerte als Diagnose lesen

Kein Ring im Vergleich ist als Medizinprodukt zugelassen. Auffällige Werte gehören in die Arztpraxis, nicht in die Selbstdiagnose.

Häufige Fragen

Smart Ring oder Smartwatch — was ist besser?

Der Ring stört nachts weniger und eignet sich deshalb gut für Schlaf und Erholung. Eine Smartwatch hat ein Display, zeigt Benachrichtigungen an, hat oft GPS und kann bezahlen — das kann kein Ring im Vergleich. Wer vor allem Schlaf und Erholung messen will, ist mit einem Ring gut bedient; wer ein Gerät für den Alltag am Handgelenk will, mit einer Smartwatch.

Welcher Smart Ring hat den längsten Akku?

Im Vergleich der RingConn Gen 3 mit bis zu 14 Tagen (ohne Vibration), gefolgt vom RingConn Gen 2 mit bis zu 12 Tagen. Am kürzesten hält der Amazfit Helio Ring mit bis zu 4 Tagen.

Gibt es einen Smart Ring ohne Abo?

Ja, die meisten: Samsung, RingConn, Circular, Luna, Blaupunkt und MYnextRING werben ohne Abo. Ultrahuman hat kein Grundabo, verkauft aber Zusatzmodule. Nur Oura verlangt für den vollen Funktionsumfang 69,99 € im Jahr.

Kann man mit einem Smart Ring schwimmen?

Die meisten Ringe im Vergleich sind bis 100 m bzw. 10 ATM wasserdicht und damit fürs Schwimmen ausgelegt; Circular, Luna und MYnextRING nennen 50 m bzw. 5 ATM, Blaupunkt nur IP68 ohne Tiefe. Ultrahuman begrenzt die Tauchzeit auf 12 Stunden.

Und jetzt konkret: welches Gerät?

Im Smart Ringe-Vergleich stehen 14 Geräte mit genau den Werten, um die es oben ging — jeder Wert mit Quelle, jedes Gewicht offengelegt, fehlende Herstellerangaben sichtbar als „k. A.“ statt still ergänzt. Ein Labortest ist das nicht, und wir nennen es deshalb Vergleichssieger, nicht Testsieger.

Smart Ringe im Vergleich ansehen →

Weiterlesen

Unabhängigkeit: Dieser Ratgeber enthält keine Kauflinks. Verdient wird auf der verlinkten Vergleichsseite über gekennzeichnete Partnerlinks (§ 5a Abs. 4 UWG) — an der Reihenfolge dort ändern sie nichts, sie folgt dem offengelegten Punktesystem.